Wandern im Fochteloërveen
Hochmoor an der Grenze von Drenthe und Friesland
Das Fochteloërveen ist ein weites Hochmoor zwischen Veenhuizen, Fochteloo und Ravenswoud, genau an der Grenze von Drenthe und Friesland. Das Natura-2000-Gebiet ist fast 2.600 Hektar groß und wird größtenteils von Natuurmonumenten verwaltet, der Naturschutzorganisation, die hier 1938 die ersten 200 Hektar kaufte. Sie wandern über Sandrücken, Dämme und Bohlenwege, zwischen Torfmoos, Wollgras und Heide.
Bekannt ist das Moor vor allem für seine Kraniche: 2001 brütete hier das erste Paar der Niederlande. Auf dieser Seite finden Sie die Wanderrouten von Natuurmonumenten mit Längen und Startpunkten, den Aussichtsturm De Zeven, Tipps zum Beobachten der Kraniche und was für Ihren Hund gilt. Vom Park aus fahren Sie in etwa einer Viertelstunde nach Veenhuizen am Ostrand des Moores. Weitere Wanderungen in der Nähe finden Sie unter Wandern rund um Norg und Roden.
Vier Wege, das Moor zu erleben
Wählen Sie, was zu Ihnen passt, und springen Sie direkt zu den Details: Länge, Startpunkt, Markierung und was Sie unterwegs sehen.
Veenmosroute
Mitten durch das Hochmoor, mit guten Chancen auf Kraniche am Brunstingerplas.
Zur Route ↓Hoogveenroute
Die lange Wanderung quer durch das Moor und entlang der Waldränder.
Zur Route ↓Aussichtsturm De Zeven
Blick über das Hochmoor, mit einer kurzen Route durch Wald und Acker.
Zum Turm ↓Kraniche
Wo und wann Sie sie sehen und wie Sie sie nicht stören.
Zu den Kranichen ↓
Die Veenmosroute: quer durch das Hochmoor
Die Veenmosroute (Torfmoosroute) von Natuurmonumenten ist 3,8 Kilometer lang und führt Sie mitten ins Hochmoor. Sie gehen über Sandrücken, Dämme und einen Bohlenweg, sodass Sie trockenen Fußes durch das nasse Moor kommen. Unterwegs sehen Sie Torfmoos, Wollgras (von April bis in den Sommer) und vier Heidearten: Glockenheide, Besenheide, Krähenbeere und Rosmarinheide.
Am Brunstingerplas haben Sie laut Natuurmonumenten das ganze Jahr über gute Chancen auf Kraniche. Im Frühjahr sonnen sich Kreuzottern, Ringelnattern und Schlingnattern auf den trockenen Sandrücken, und auf der Bonghaar sucht die Feldlerche nach Futter. Möchten Sie kürzer gehen? Biegen Sie nach etwa 150 Metern auf dem Sandrücken rechts ab, dann ist die Route 1,5 Kilometer lang.
Hunde sind auf dieser Route nicht erlaubt, auch nicht an der Leine. Natuurmonumenten lässt auf den Wegen rund um die Bonghaar keine Hunde zu, damit die Brutvögel Ruhe haben.
Kurz und knapp
- Länge
- 3,8 km, oder 1,5 km mit der kurzen Variante
- Start
- Parkplatz Fochteloërveen, erreichbar über Ravenswoud oder Appelscha
- Markierung
- Blaue Pfeile
- Hunde
- Nicht erlaubt
Die Hoogveenroute, auch ab Veenhuizen
Lust auf eine ausgiebige Wanderung? Die Hoogveenroute (Hochmoorroute) ist 11 Kilometer lang und führt quer durch das Hochmoor und an Waldrändern entlang. Sie gehen über einen langen geraden Weg und Sandpfade, vorbei an alten Torfstichen und an den Dämmen, die Natuurmonumenten wiederherstellt, damit das Regenwasser im Moor bleibt. Kraniche brüten hier und sind das ganze Jahr über anwesend. Hören Sie genau hin, denn ihr trompetenartiger Ruf trägt weit. Die Route ist mit roten Pfeilen markiert und beginnt am Parkplatz Fochteloërveen.
Vom Park aus ist es praktischer, in Veenhuizen zu starten. An der Tourist Info in der Oude Gracht 2 beginnt die Fochteloërveenroute mit grünen Pfeilen. Folgen Sie ihr bis zur alten Eisbahn und biegen Sie dort links auf die rote Hoogveenroute ab. Die Wanderung wird dann 4 Kilometer länger, insgesamt etwa 15 Kilometer. Parken können Sie in Veenhuizen.
Bitte beachten Sie: Wegen der Arbeiten an den Dämmen ist der Sandweg zum Förderband derzeit werktags für Wanderer gesperrt. Schauen Sie vor dem Start auf die Routenseite. Während der Brutzeit, von Mitte März bis Mitte Juli, ruhen die Arbeiten. Auch hier lassen Sie Ihren Hund zu Hause, denn die Route führt durch das Hochmoor rund um die Bonghaar.
Kurz und knapp
- Länge
- 11 km, oder etwa 15 km ab Veenhuizen
- Start
- Parkplatz Fochteloërveen oder Tourist Info, Oude Gracht 2 in Veenhuizen
- Markierung
- Rote Pfeile, ab Veenhuizen zuerst grüne
- Hunde
- Nicht im Hochmoor rund um die Bonghaar
Aussichtsturm De Zeven bei Ravenswoud
Am Südrand des Moores, bei Ravenswoud, steht der Aussichtsturm De Zeven. Der Turm ist 18 Meter hoch und wurde im Jahr 2000 nach einem Entwurf von Dick de Haan gebaut. Er hat die Form einer gedrehten Sieben (niederländisch: zeven) und wird auch Periskop genannt. Durch einen Knick in der steilen Treppe sehen Sie die Höhe nicht auf einmal, was angenehm ist, wenn Sie nicht ganz schwindelfrei sind.
Oben blicken Sie durch ein großes Panoramafenster nach Norden über das Hochmoor. Mit dem fest installierten Fernglas halten Sie Ausschau nach Vögeln. Mit etwas Glück sehen Sie im Frühjahr und Sommer Kraniche, im zeitigen Frühjahr sogar ihre Balz.
Die Uitkijktorenroute (Aussichtsturmroute) von 2,8 Kilometern ist eine schöne kurze Wanderung. Vom Parkplatz De Zeven gehen Sie an einer Naturwiese vorbei, durch Wald mit Waldkiefern und am Compagnonsbos entlang, der 2023 gefällt wurde. Nach dem Turm folgen Sie der Lycklamavaart. Auf dem Acker sehen Sie im Sommer mit etwas Glück einen Schwalbenschwanz. Zu Hunden macht Natuurmonumenten hier keine eindeutigen Angaben: Die Routenbeschreibung nennt angeleint auf den Wegen und nicht auf dem Lehracker. Achten Sie auf die Schilder am Start.
Kurz und knapp
- Turm
- De Zeven, 18 Meter hoch
- Wo
- Meester Lokstraat, Ravenswoud
- Route
- 2,8 km, grüne Pfeile, Start Parkplatz De Zeven
- Aussicht
- Nach Norden, über das Hochmoor
Kraniche in Drenthe: das Fochteloërveen
2001 brütete im Fochteloërveen das erste Kranichpaar der Niederlande. Seitdem wächst der Bestand langsam. Sovon, das niederländische Zentrum für Vogelforschung, schätzt die Zahl der Brutpaare in den gesamten Niederlanden für 2025 auf 81, unter anderem auch im Dwingelderveld. Ein Kranich ist groß: 95 bis 120 Zentimeter, mit einer Flügelspannweite von bis zu 2 Metern. Er fliegt mit ausgestrecktem Hals, und oft hören Sie ihn, bevor Sie ihn sehen, an seinem lauten Trompeten.
Wann? Im zeitigen Frühjahr balzen die Paare: Sie tanzen und machen Sprünge. Von Mitte März bis Mitte April legen sie ihre Eier. Vom Brunstingerplas an der Veenmosroute aus haben Sie laut Natuurmonumenten das ganze Jahr über gute Chancen, und vom Aussichtsturm De Zeven sehen Sie sie mit etwas Glück im Frühjahr und Sommer. Vogelbescherming, der niederländische Vogelschutzbund, nennt die Zeit nach der Brutsaison, ab August, als die Phase, in der Sie sie am leichtesten sehen. Außerdem ziehen Kraniche im Frühjahr (Ende Februar, Anfang März) und im Herbst (Ende Oktober bis in den Dezember) über die Niederlande.
So stören Sie sie nicht. Kraniche sind scheu und empfindlich gegenüber Störungen. Bleiben Sie auf den Wegen, halten Sie Abstand und beobachten Sie mit dem Fernglas. Seien Sie leise, vor allem in der Brutzeit, und lassen Sie Ihren Hund im Hochmoor zu Hause.
Kurz und knapp
- Brutvogel
- Seit 2001 im Fochteloërveen
- Beste Orte
- Brunstingerplas und Aussichtsturm De Zeven
- Balz
- Zeitiges Frühjahr
- Verhalten
- Auf den Wegen bleiben, Abstand halten, Fernglas mitnehmen
Verbinden Sie das Moor mit Veenhuizen
Veenhuizen liegt am Ostrand des Fochteloërveen. Das Dorf gehört zu den Kolonien der Wohltätigkeit, die zum UNESCO-Welterbe zählen. Im Gefängnismuseum in der Oude Gracht 1 erfahren Sie die Geschichte des Dorfes und des Strafvollzugs, und Sie können dort auch essen.
Die Fochteloërveenroute von Natuurmonumenten verbindet das Dorf mit dem Moor. Die Wanderung ist knapp 6 Kilometer lang und mit grünen Pfählen markiert. Sie gehen über die langen Alleen der Kolonie, vorbei an der Koepelkerk mit ihrer achteckigen Kuppel und am alten Elektrizitätswerk, einem Baudenkmal, das früher mit Torf aus dem Fochteloërveen befeuert wurde. Im Wald sehen Sie Rabatten, niedrige Erdrücken, die angelegt wurden, damit auf dem Moorboden Bäume wachsen. Achten Sie auf den Ruf des Schwarzspechts. Auf dieser Route darf Ihr Hund angeleint auf den Wegen mit.
Kurz und knapp
- Fahrzeit
- Etwa eine Viertelstunde mit dem Auto
- Route
- Knapp 6 km, grüne Pfähle
- Start
- Parkplatz Gefängnismuseum, Haulerweg 1
- Hunde
- Angeleint auf den Wegen
Was im Moor lebt
Neben Kranichen sehen Sie im Fochteloërveen Arten, denen Sie nur an wenigen anderen Orten begegnen. Nehmen Sie ein Fernglas mit.
Torfmoos und Wollgras
Auf den nassen Flächen wachsen Torfmoos und Wollgras. Die weißen Büschel des Wollgrases sehen Sie von April bis in den Sommer.
Sonnentau und Heide
Schauen Sie dicht über dem Boden nach Sonnentau. Es wachsen vier Heidearten, dazwischen Pfeifengras, Augentrost und Rundblättrige Glockenblume.
Singvögel
Im offenen Moor leben Braunkehlchen, Neuntöter und Feldlerche, die im Frühjahr und Sommer auf der Bonghaar nach Futter sucht.
Greifvögel
Der Schlangenadler hat sich in den letzten Jahren im Moor angesiedelt. Achten Sie auch auf Kornweihe, Baumfalke und Wespenbussard.
Schlangen
Kreuzotter, Ringelnatter und Schlingnatter wärmen sich im Frühjahr auf den trockenen Sandrücken in der Sonne. Achten Sie auf den Weg und halten Sie Abstand.
Libellen und Falter
Im Sommer fliegen Torf-Mosaikjungfer und Hochmoor-Mosaikjungfer. Auch das Große Wiesenvögelchen, ein stark bedrohter Falter, lebt hier.
Gut zu wissen
Praktische Tipps für Ihren Besuch. Achten Sie immer auf die Schilder am Eingang, denn Regeln und Routen können sich durch die Renaturierung ändern.
Mit dem Auto
Ein Teil der Straße durch das Fochteloërveen ist seit dem 1. November 2023 für Kraftfahrzeuge gesperrt. Den Parkplatz Fochteloërveen erreichen Sie nur von Süden, über Ravenswoud oder Appelscha. Vom Park aus sind Sie etwa 26 Minuten unterwegs. Mehr zur Straße (NL).
Mit Ihrem Hund
Im Hochmoor rund um die Bonghaar und auf der Veenmosroute sind Hunde nicht erlaubt. Auf der Fochteloërveenroute ab Veenhuizen darf Ihr Hund angeleint mit. Soll Ihr Hund frei laufen, finden Sie Tipps unter Freilaufgebiete für Ihren Hund.
Schuhwerk
Das Moor ist nass. Tragen Sie wasserdichte Wanderschuhe und bleiben Sie auf Sandrücken, Bohlenwegen und Dämmen. So bleiben Ihre Füße trocken und Sie schonen die Natur.
Kürzere Strecken
Wählen Sie die Turmroute (2,8 km) oder die kurze Veenmosroute (1,5 km). Die Route an den Lagern Oranje und Ybenheer (NL) bei Fochteloo ist 2,5 km lang, befestigt oder halbbefestigt und für Rollstühle geeignet.
Einrichtungen
Am Parkplatz Fochteloërveen gibt es eine Trockentoilette, auch für Rollstuhlfahrer. Im Moor selbst gibt es keine Gastronomie. Kaffee oder Mittagessen finden Sie in Veenhuizen.
Mit dem Rad
Die Radroute Fochteloërveen (NL) ist 42 km lang und beginnt am Gefängnismuseum in Veenhuizen. Sie radeln am Turm De Zeven und am Esmeer vorbei, einer Pingo-Ruine aus der letzten Eiszeit. Weitere Touren finden Sie unter Umgebung.
Eine Frühjahrswoche am Moor
Im Frühjahr balzen die Kraniche, und auf den Wegen ist es ruhig. Buchen Sie ein paar Tage unter der Woche in einem unserer Ferienhäuser, oder planen Sie schon jetzt mit Frühbucherrabatt.
Fragen zum Fochteloërveen
Ist Ihre Frage nicht dabei? Lesen Sie die häufig gestellten Fragen oder rufen Sie den Gästeservice unter +31 592 201 161 an.
Wo liegt das Fochteloërveen?
An der Grenze von Drenthe und Friesland, zwischen Veenhuizen, Fochteloo und Ravenswoud. Vom Park aus fahren Sie in etwa einer Viertelstunde nach Veenhuizen am Ostrand. Zu den Parkplätzen im Süden, am Aussichtsturm De Zeven und am Parkplatz Fochteloërveen, sind Sie etwa 26 Minuten unterwegs.
Darf mein Hund mit ins Fochteloërveen?
Nicht überall. Auf der Veenmosroute und auf den Wegen rund um die Bonghaar sind Hunde nicht erlaubt, auch nicht an der Leine. Auf der Fochteloërveenroute ab Veenhuizen darf Ihr Hund angeleint auf den Wegen mit. Freilaufgebiete in der Nähe finden Sie unter Freilaufgebiete für Ihren Hund.
Wann sieht man Kraniche in Drenthe?
Im Fochteloërveen sind sie das ganze Jahr über anwesend. Im zeitigen Frühjahr sehen Sie mit etwas Glück ihre Balz vom Aussichtsturm De Zeven aus. Ab August, nach der Brutsaison, sind sie laut Vogelbescherming am leichtesten zu sehen.
Welche Wanderung eignet sich, wenn ich nicht weit gehen möchte?
Die Turmroute von 2,8 Kilometern am Turm vorbei, oder die kurze Variante der Veenmosroute von 1,5 Kilometern. Die Route an den Lagern Oranje und Ybenheer bei Fochteloo ist 2,5 Kilometer lang und für Rollstühle geeignet.
Komme ich mit dem Auto zum Parkplatz Fochteloërveen?
Ja, aber nur von Süden, über Ravenswoud oder Appelscha. Von Norden, aus dem Weperpolder, ist die Straße seit November 2023 für Autos gesperrt. Möchten Sie lieber in der Nähe starten, beginnen Sie in Veenhuizen und gehen Sie über die Fochteloërveenroute zur Hoogveenroute.
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Wandern rund um Norg und Roden
Das Norgerholt, Landgut Mensinge und kurze Runden ab dem Park.
Radfahren rund um den Park
Drei Touren nach Norg, Veenhuizen und Roden, mit Terrassen.
Freilaufgebiete für Ihren Hund
Wo Ihr Hund rund um den Park frei laufen darf, und wo nicht.
Das Fochteloërveen
Hochmoor, Aussichtsturm De Zeven und Kraniche im Frühjahr.
Zwei Nationalparks
Das Dwingelderveld und das Drents-Friese Wold, Startpunkte und Routen.
Veenhuizen
Welterbe, das Gefängnismuseum und Bier von Maallust.
Museen in der Nähe
Für einen Regentag oder einen Kulturtag, von Roden bis Groningen.
Wellness in der Nähe
SpaWell Peize und andere Saunen zum Aufwärmen.
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